B2B Marketingtrends 2023

Hattest du im vergangenen Jahr auch das Gefühl, dass dich die Informationsflut und Komplexität des digitalen Marketings quasi überrollt? Gleichzeitig sinkt die Aufmerksamkeitsspanne der Nutzer:innen und ihre Erwartungen steigen. Klingt ganz schön kompliziert. Unternehmen müssen sich an diese veränderten Bedingungen anpassen und ihre Strategien überdenken, um weiterhin relevant zu sein und wachsen zu können. 

Aber keine Sorge - es gibt einige einige Trends, die du berücksichtigen kannst, um dein B2B-Marketing für das Jahr 2023 voranzutreiben. In diesem Artikel werden wir uns mit den Top 4 B2B Marketingtrends für 2023 befassen und dir zeigen, wie du sie auch mit wenig Ressourcen ganz einfach umsetzen kannst.

B2B Marketingtrends für 2023

1. Trend: User Generated Content

Derzeit ist User Generated Content (UGC) einer der heißesten Trends in Bezug auf B2B-Marketing. Die Ressourcen von Marketing-Abteilungen werden knapper und das Vertrauen in Unternehmens-Inhalte schwindet teilweise. Deswegen haben Unternehmen jeder Größe begonnen, UGC zu nutzen, um ihre Reichweite zu erhöhen und neue Kund:innen zu gewinnen. User Generated Content bezieht sich auf die Erstellung von Inhalten durch Benutzer:innen oder Konsument:innen eines Produktes. Dies können zum Beispiel Videos oder Fotos mit Produkten, Kommentare über ein Unternehmen oder Markenerwähnungen auf sozialen Medien sein. Diese Art von Content hat eine Reihe von Vorteilen für das B2B-Marketing: 

  • UGC erhöht die Interaktion mit deinem Publikum

  • Es hilft dir, dich in den sozialen Medien zu verbreiten 

  • Und es liefert weitaus bessere Ergebnisse als klassische Werbung, weil es authentischer ist. 

In den kommenden Jahren wird UGC immer mehr an Bedeutung gewinnen und immer wichtiger werden, um bessere Ergebnisse zu erzielen. 

Hier sind noch 3 Tipps, damit du die Vorteile von User Generated Content nutzen kannst:

  1. Gehe strategisch vor: Suche dir die Social Media Plattform, die am besten zu deinen Kundenbedürfnissen passt und versuche dein Unternehmen dort zu präsentieren und Kund:innen aktiv dazu anzuregen, Content zu erstellen. Dabei kannst du mit einem personalisierten Hashtag arbeiten oder in deiner Unternehmens-Beschreibung aktiv dazu auffordern, dein Unternehmen zu taggen.

  2. Frag nach dem, was du brauchst: Stelle deinen Kund:innen zum Beispiel explizite Aufgaben für Content, den sie erstellen könnten oder frage sie danach, was ihnen an deinem Produkt besonders gut gefällt.

  3. Nutze die Macht der Hashtags: Wenn du deinen Content durch lustige und einfache Hashtags, die zu deiner Brand passen, hervorhebst, werden deine Inhalte leichter gefunden und du vergrößerst deine Reichweite. 

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2. Trend: Kreatives Employer Branding für KMUs

Aktuell lässt sich ein klarer Trend beobachten: Inzwischen können sich Unternehmen ihre Mitarbeiter:innen nicht mehr aussuchen, sondern müssen um sie kämpfen. Arbeitnehmer:innen achten immer mehr auf das Image und die Werte ihrer (zukünftigen) Arbeitgeber:innen. Eine kreative Umsetzung von Employer Branding wird dementsprechend immer wichtiger, um sich als ein attraktives Unternehmen zu positionieren. 
Employer Branding bedeutet, dass das Unternehmen eine starke Arbeitgebermarke entwickelt. Das umfasst alle Aspekte der Employer Value Proposition (EVP), von den Leistungen und dem Verdienst, über das Arbeitsumfeld und die Karrieremöglichkeiten bis hin zur Unternehmenskultur.

Eine starke Arbeitgebermarke ist wichtig, weil es deinem Unternehmen ermöglicht, sich von der Konkurrenz abzuheben und die Aufmerksamkeit der besten Kandidat:innen auf sich zu lenken. Dies kann den Recruiting-Prozess erheblich vereinfachen und die Zeit und Kosten reduzieren, die für die Suche nach neuen Mitarbeiter:innen aufgewendet werden. Employer Branding ist deswegen ein wichtiger Punkt, den du in deiner Marketingstrategie für 2023 beachten solltest, damit sich euer Unternehmen nachhaltig weiterentwickeln kann. Da es gerade für KMUs schwierig ist, sich gegen die großen Unternehmen bei der Besetzung von Stellen durchzusetzen, kann gutes Employer Branding hier viel bewirken. 

Die folgenden Punkte helfen dir 2023:

  • Personalisierte Rekrutierung: Mit der steigenden Zahl an Jobbewerbungen wird es immer schwieriger, die richtigen Kandidaten herauszufiltern. Personalisierte Rekrutierung ist ein Ansatz, bei dem Unternehmen das Bewerbererlebnis so gut wie möglich an die Bedürfnisse des Einzelnen anpassen. Dies kann durch die Verwendung von Chatbots oder anderen KI-basierten Tools erreicht werden. Dadurch wird es einfacher, potenzielle Mitarbeiter:innen zu identifizieren, die zu deinem Unternehmen passen.

  • Soziale Medien: Die soziale Mediennutzung nimmt weiter zu und bietet Unternehmen eine großartige Möglichkeit, ihre Marke als Arbeitgeber zu stärken. In den kommenden Jahren werden immer mehr Unternehmen ihre Präsenz auf den Social Media Kanälen ausbauen und ihre Inhalte strategisch nutzen, um potenzielle Mitarbeiter:innen anzusprechen.

  • Employee Advocacy: Employee Advocacy ist ein Trend, bei dem Mitarbeiter:innen als "Botschafter:in" für ihr Unternehmen fungieren und die Marke in ihrem persönlichen Netzwerk bewerben. Dies ist eine effektive Methode, um organische Reichweite zu generieren und die Sichtbarkeit deiner Marke zu erhöhen. Viele Unternehmen nutzen bereits Mitarbeiter-Advocacy-Programme, aber in den kommenden Jahren wird dieser Trend noch weiter zunehmen.

3. Trend: Automatisierung durch Künstliche Intelligenz

KI-Technologien im B2B-Marketing haben in 2022 einen regelrechten Boom erlebt. Wurden sie zuvor noch häufig argwöhnisch beäugt, so ist es heute immer gängiger, Marketing-Prozesse mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz zu unterstützen. So werden bestimmte Aufgaben, die bisher manuell erledigt werden mussten, automatisiert. Unternehmen sparen dadurch Zeit und Geld. 

Aber welche Anwendungsbereiche haben sich in 2022 konkret weiterentwickelt? 

  • Analyse von Kundendaten, die mehr Einblicke in die Zielgruppe des Unternehmens liefern

  • Automatisierung von Content-Produktion wie Blogartikeln, Social Media Posts oder Produktbeschreibungen

  • Digitale Assistent:innen und Chatbots zur Kundenkommunikation

Ein weiterer Fortschritt: Tools, die KI nutzen, sind mittlerweile erschwinglich und leicht implementierbar. Dies ermöglicht es auch kleinen Unternehmen, KI in ihr Marketing zu implementieren. Künstliche Intelligenz wird immer besser darin, vorhandene Daten dazu zu nutzen, um personalisierte Erlebnisse zu schaffen und Kund:innen ihren Bedürfnissen entsprechend anzusprechen. Es ist bereits heutzutage schwierig Texte, die von einer KI erstellt wurden, von Texten zu unterscheiden, die von einem Menschen geschrieben wurden. Manche gehen sogar so weit und sagen, dass die Texte einer KI verständlicher und emotionaler sind, als die eines Menschen. Diesen Trend solltest du für das kommende Jahr auf jeden Fall im Kopf haben, um dir deinen Alltag als Content-Ersteller:in zu erleichtern. Auch unsere Marketing Automation nutzt KI, um dich bei der Contenterstellung in Echtzeit zu unterstützen.

Die Weiterentwicklung von KI für die Erstellung von Content kann im neuen Jahr übrigens eine Veränderung für die Marketing-Landschaft bedeuten: Kleine Marketing-Teams erhalten immer mehr Möglichkeiten, mit Hilfe von KI selbst hochwertigen Content zu produzieren. Dies mussten sie bislang häufig aus Zeitgründen kostspielig an Marketing-Agenturen oder andere Dienstleister abgeben. Unternehmen sparen durch diese neue Entwicklung Geld und halten Wissen im eigenen Unternehmen, statt es extern aufzubauen. Für Marketing-Agenturen bedeutet dies im Umkehrschluss, dass sie sich auf die strategische Beratung von Unternehmen konzentrieren können. Und wie sieht es mit günstigen Text-Plattformen aus, die die Erstellung von Content durch Freelancer für wenige Cents pro Wort anbieten? Unsere Prognose lautet, dass ihre Tage gezählt sind, da das Preis-Leistungs-Verhältnis von KI-Content-Tools deutlich besser ist.

Wenn du dich noch etwas genauer mit dem Thema KI auseinandersetzen möchtest, kannst du dir unseren Blogbeitrag über Künstliche Intelligenz im Marketing anschauen. 

Whitepaper: Erfolgsfaktoren für digitales B2B-Marketing

4. Trend: Erlebnisorientiertes B2B-Marketing durch Augmented Reality

Die technologische Entwicklung hat in den letzten Jahren rasante Fortschritte gemacht. Viele Unternehmen haben inzwischen erkannt, dass sie ihr Marketing an die neuen Möglichkeiten anpassen müssen, um auch in Zukunft erfolgreich zu sein. Augmented Reality (AR) ist eine Technik, die es ermöglicht computergenerierte Inhalte in die reale Welt einzubetten. AR-Anwendungen sind bereits heute in vielen Bereichen zu finden, beispielsweise in der Gaming-Industrie oder bei der Wartung von Flugzeugen. In Zukunft wird AR auch im B2B-Bereich verstärkt Einzug halten. Die Technologie kann zusammen mit anderen Marketingmaßnahmen eingesetzt werden, um Markenbekanntheit zu fördern. Deine Zielgruppe hat die Möglichkeit, die Produkte und Dienstleistungen auf eine einzigartige Weise kennenzulernen. Durch AR kann beispielsweise die Funktionsweise einer Maschine gezeigt oder ein Produkt in verschiedenen Farben und Varianten dargestellt werden. 

Augmented Reality verschafft deinem Unternehmen also einen Wettbewerbsvorteil durch erlebnisorientiertes Marketing, das alle Sinne anspricht und eine bessere emotionale Bindung als herkömmliche Werbemethoden herstellt. Diese Art des Marketings ermöglicht es den Interessent:innen mit Produkten und Dienstleistungen zu interagieren und diese besser zu personalisieren. So entstehen bleibende Erinnerungen, die das Markenbewusstsein, die Loyalität und den Wert der Marke fördern.

Ein gutes Beispiel, um sich Augmented Reality besser vorstellen zu können, ist die  IKEA Place AR-App. Mit dieser App können Produkte von IKEA direkt in dem eigenen Zuhause “platziert” werden. Nutzer:innen sehen also durch die Smartphone Kamera, wie das jeweilige Produkt im Zimmer aussehen würde. Damit lässt sich schnell und einfach beurteilen, ob das neue Möbelstück zu der vorhandenen Einrichtung passt.  Das Prinzip kannst du auch ganz einfach im B2B-Bereich anwenden: AR eignet sich beispielsweise perfekt dazu, deinen Kund:innen zu zeigen, wie deine Maschinen in ihren Produktionshallen aussehen. So können sie kontrollieren, ob die Planung korrekt ist. Oder biete Interessent:innen auf Messen die Möglichkeit, mit Hilfe einer VR-Brille den Einsatz deiner Produkte fast live zu erleben. So erhöhst du die Vorstellungskraft und reduzierst die Komplexität deiner Produkte. 

Ikea Augmented Reality

                    Quelle:https://www.ikea.com/de/de/this-is-ikea/corporate-blog/ikea-place-app-augmented-reality-puba55c67c0 

Fazit

Die Zukunft des B2B-Marketings ist aufregend. Die Technologie wird sich weiterentwickeln und neue Möglichkeiten eröffnen. Gleichzeitig werden sich die Kundenbedürfnisse ändern und die Wettbewerbslandschaft anpassen. Um erfolgreich zu sein, müssen Marketer:innen die Trends verstehen und die richtigen Strategien umsetzen. Die gute Nachricht ist: Es wird immer einfacher, auch als kleines Marketing-Team mit wenig zeitlichen Ressourcen hochwertigen Content zu erstellen und erfolgreich im digitalen Marketing zu sein. 

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