Content-Erstellung outsourcen

Content is king. Dieser beliebte Spruch im Content Marketing blendet leider komplett die aufwendige Erstellung von Content aus. Besonders mittelständische Unternehmen mit kleinen Marketing-Abteilungen bleiben daher oft hinter ihren Möglichkeiten zurück. Denn wer soll die ganzen Inhalte erstellen und vor allem in welcher Zeit? Das bestätigt auch eine Studie von Orbit Media. Sie zeigt, dass selbst ein:e erfahrene Maketer:in mindestens sechs Stunden für die Erstellung eines qualitativ-hochwertigen Blogbeitrags mit rund 2.000 Wörtern benötigt. Da liegt der Gedanke nahe, die Content-Erstellung an externe Dienstleister:innen auszulagern. Falls auch du dich mit dem Gedanken beschäftigst, erfährst du in diesem Beitrag die Vor- und Nachteile der externen Content-Erstellung und auf was du achten musst. 

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Welche Vorteile bietet die externe Erstellung von Content?

Bevor du die Erstellung eurer Inhalte auslagerst, solltest du dir - nicht zuletzt für die Entscheidungsfindung mit deiner Chefin/deinem Chef - über die Vor- und Nachteile im Klaren sein. Starten wir mit den Vorteilen von externer Content-Erstellung 

  • Zeitersparnis: Sechs Stunden Zeit haben oder nicht, macht sich besonders in kleinen Marketing-Teams bemerkbar.

  • Geldersparnis: Klingt paradox? Ist es nicht, denn dein Unternehmen spart sich beispielsweise Recruiting-, Sozial- und Software-/Lizenzkosten. Und die Einsparungen fließen direkt in die Erstellung hochwertiger Inhalte durch Dritte - Win-Win für beide Seiten.

  • Neue Blickwinkel: Je nach Contentart kannst du verschiedene Freelancer:innen/Agenturen beauftragen. Wenn du beispielsweise neue, witzige Ideen für dein Recruiting über Social Media brauchst, kannst du einen hierfür spezialisierten Ansprechpartner:innen beauftragen. Während du für neue Produktvideos vielleicht lieber an eine:n Freelancer:in mit Fokus auf Bewegtbild engagierst. 

  • Planungssicherheit:  Ein professioneller Freelancer/eine professionelle Agentur hält sich an deine Deadlines und liefert seine/ihre Inhalte dementsprechend pünktlich ab. Im Tagesgeschäft kommt es dagegen immer wieder zu Umpriorisierungen zuungunsten deiner Inhalte. Gerade am Anfang der Zusammenarbeit solltest du einen größeren Zeitpuffer für die Erstellung und Freigabe der Inhalte einplanen bzw. die Deadline nach vorne ziehen, da ihr erst noch warm miteinander werden müsst. 

Welche Nachteile hat die externe Erstellung von Content? 

  • Mangelnder Wissensaufbau im eigenen Unternehmen: Wenn du bestimmte Contenttypen immer extern erstellen lässt, machst du dich schnell von externen Ressourcen abhängig.

  • Unzureichende Branchen- und/oder Fachkenntnisse: Besonders erklärbedürftige B2B-Themen erfordern ein hohes Maß an Fachwissen und Branchenkenntnissen, andernfalls wird es peinlich und dein Unternehmen verliert an Glaubwürdigkeit. Hier fehlt es Freelancer:innen und Agenturen oft an detailliertem Wissen. 

  • Tipp: Überprüfe die fachliche Geeignetheit der Person/Agentur, indem du ihr vor Beginn eurer Zusammenarbeit eine Aufgabe stellst, zum Beispiel die Erstellung einer Infografik mit den aktuellen Herausforderungen deiner Branche.

  • Verlust von vertraulichen Informationen: Bei der externen Content-Vergabe kann es dazu kommen, dass sensible Produkt- oder Marktdaten zum Beispiel aufgrund mangelnder Datensicherheit in die falschen Hände geraten. Daher solltet ihr diese Inhalte selber erstellen oder vertragliche Vereinbarungen treffen. 

  • Tipp: Falls du die Erstellung dennoch auslagern willst, lass’ dir die Sicherheitsvorkehrungen wie zum Beispiel Auditierungen zeigen und besprich weitere Schutzmaßnahmen mit eurer Rechtsabteilung und der Person, die für den Datenschutz zuständig ist. 

  • Repriorisierung deiner Inhalte: Wenn du deine Inhalte von Freelancer:innen oder auch Agenturen erstellen lässt, kommt es immer wieder vor, dass das Projekt eines größeren Kunden vorgezogen wird und du wertvolle Zeit für die Veröffentlichung und Bewerbung deines Contents verlierst. 

  • Höhere Kosten durch umfangreiche Feedback-Schleifen: Wo die reibungsfreie Content-Erstellung durch Dritte dir finanzielle Vorteile bietet, kann es aber auch zu Problemen kommen. Denn besonders langwierige Feedbackschleifen sind nicht nur zeit-, sondern auch kostenintensiv. Wie du das am besten vermeidest, findest du weiter unten im Beitrag unter “Das solltest du bei der Entscheidung für die externe Content-Erstellung beachten.” 

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Für welche Inhalte lohnt sich die externe Content-Erstellung?

Grundsätzlich haben du und deine Kolleg:innen das meiste Fachwissen in Bezug auf eure Services/Produkte und Prozesse. Zudem kennt ihr die Branche und eure Konkurrenten am besten. Daher solltet ihr euch intern - mit Blick auf den B2B-Marketing-Funnel - auf die Erstellung von sogenannten MOFU- und BOFU-Inhalten konzentrieren. MOFU steht für Middle of the Funnel. Diese richten sich an User:innen, die bereits Kontakt zu eurem Unternehmen hatten und die mehr erfahren wollen. 

Typische MOFU-Inhalte sind beispielsweise:

BOFU-, also Bottom-of-the-Funnel-Inhalte benötigen deine potenziellen Kund:innen dann, wenn sie kurz vor einer Kaufentscheidung stehen. Das sind Inhalte mit starkem Bezug zu euren Produkten oder Services. Hier überzeugst du mit konkreten Vorteilen und Mehrwerten zum Beispiel in Form von:

  • Produktdemos 

  • Probe-Abos

  • Funktionsvergleichen 

  • Berichte bereits vorhandener Kund:innen 

Was für die externe Content-Erstellung übrig bleibt, sind die Inhalte des ersten Funnel-Segments, die sogenannten TOFU-Inhalte. Diese gehen inhaltlich nur wenig in die Tiefe und zielen darauf ab, interessierte User:innen anzusprechen, die bislang noch keine Berührungspunkte mit eurem Unternehmen hatten, z. B.:

  • Infografiken

  • Videos

  • Social-Media-Posts

Mit einem guten Briefing kann eine externe Marketing-Agentur oder ein Freelancer, der sich gut in eurer Branche auskennt, bereits viele Inhalte produzieren. Das entlastet dein Marketingteam, da ihr “nur noch” die Freigabe der Inhalte und die Veröffentlichung übernehmen müsst. Daher lohnen sich auch langfristige Kooperationen und nicht wöchentlich wechselnde Content Creator:innen. Was ihr jedoch nicht outsourcen solltet, ist die Redaktionsplanung. Mit einem guten Redaktionsplan setzt ihr aktive Themenschwerpunkte und kommuniziert eure Messe- und Marketingaktivitäten nach außen. Dieser Redaktionsplan berücksichtigt selbstverständlich eure SEO-Strategie inklusive Haupt- und Nebenkeywords. 

Tipp: Excel ist ein mächtiges Kalkulations-Tool, aber nicht besonders gut für die Contentplanung geeignet. Mit dem ContentPepper Planungstool dagegen hast du alle wichtigen Informationen inklusive Verantwortlichkeiten, Deadlines und To-Dos immer im Blick. Damit sind schreibgeschützte Excel-Tabellen oder zerstörte Dateien Schnee von gestern. 

Externe Content-Erstellung durch Freelancer:innen 

Freelancer:innen sind Einzelkämpfer, was Vor- und Nachteile haben kann. Einer der größten Vorteile ist natürlich, dass du keinen großen bürokratischen Firmenapparat mitbezahlen musst: denn von der Recherche, über das Verfassen und bei Wunsch sogar die Einstellung in euer Content-Management-System (CMS) machen sie alles alleine. Schwierig kann es dann werden, wenn ein:e Freelancer:in zu viele Aufträge angenommen hat oder beispielsweise krankheitsbedingt ausfällt. 

Tipp: Erstelle Musterprozesse und Checklisten, damit im Zweifelsfall auch ein:e andere Freelancer:in die Arbeit fortführen kann. 

Plattformen, auf denen du geeignete Freelancer:innen finden kannst: 

  • freelance.de: Auf dieser Plattform siehst du die Schwerpunkte der Freenlancer:innen wie zum Beispiel “Content Marketing”, “Online Redaktion” oder “Social-Media-Marketing”. Diese können auch Referenzen und Stundensätze angeben. Die Stundensätze variieren dabei von 20 bis 75 Euro, je nach Erfahrung der Person. Praktisch ist auch, dass du nach Freelancer:innen in deiner Region suchen kannst und siehst, wann die Personen zuletzt auf der Plattform angemeldet waren. 

  • fiverr.com: Fiverr überzeugt mit einer sehr detaillierten Website. Allein unter dem Punkt “Digitales Marketing” verbergen sich 24 Unterkategorien wie beispielsweise “Social-Media-Marketing”, “Gastbeiträge” oder “Influencer Marketing”. Wenn du hier nicht fündig wirst, schau mal bei “Text und Übersetzung” nach für Leistungen wie “Artikel und Blogposts”, “Whitepaper” oder “Social-Media-Content”. Du kannst nach Sprache, Bewertung der Freelancer:innen, deinem Budget oder auch der Lieferzeit filtern. Die Kosten richten sich nach Basic-, Standard und Premiumpaketen. Achtung: Sehr günstige Angebote können sich negativ auf die Qualität der Inhalte auswirken. 

  • malt.de/ Auf dieser Plattform kannst du Freelancer:innen nach Branchen filtern. Zudem siehst du, ob bzw. in welchem Umkreis von ihrem Wohnort sie bereit sind, in eurer Firma vor Ort zu arbeiten. Preisangaben beziehen sich auf malt auf den Tagessatz

Unterstützung bei der Content-Erstellung durch Freelancer-Agenturen

Du brauchst schnell externe Spezialist:innen, die ein Video oder einen Blogbeitrag für dich erstellen? Dann wirst du bei Freelancer:innen-Agenturen fündig. Diese vermitteln dir die geeignete Ansprechperson. Im Vorfeld hat die Agentur bereits einen Pool an geeigneten Kandidat:innen ausgewählt, sodass ein gewisses Maß an Qualitätskontrolle bereits gewährt ist. Zudem kümmert sich die Agentur auch um viele organisatorische Aspekte. Diese Vorleistung hat ihren Preis und die Konditionen liegen etwas höher, als wenn du dich direkt an eine:n Freelancer:in wendest. 

  • Scribershub: Bei Scribershub findest du verifizierte Arbeitsproben, Lebensläufe und Referenzen der einzelnen Texter:innen. Zudem garantiert die Vermittlung die Verfügbarkeit der jeweiligen Spezialist:innen in dem von dir benötigten Zeitraum und das zu den von dir gesetzten Budgetgrenzen. 

Externe Content-Erstelllung durch Agenturen

Agenturen können dir durch festangestellte Mitarbeiter:innen eine größere Kontinuität gewährleisten. Du profitierst von eingespielten Teams und Prozessen sowie von bewährten Freigabeprozessen. Zudem versammelt eine Agentur alle notwendigen Content-Spezialist:innen von Texter:innen, über Grafiker:innen bis hin zu Video- oder SEO-Spezialist:innen. Auf der anderen Seite schlagen Agenturleistungen deutlich höher zu Buche; als es bei Freelancer:innen der Fall ist. Der Befürchtung, dass sich eine Agentur nicht genügend Zeit für dein Projekt nimmt, kannst du durch vorab festgehaltene Leistungsbeschreibungen entgegenwirken. 

Die Alternative: Content-Erstellung durch KI-Text-Tools 

Künstliche Intelligenz (KI) hat sich in den vergangenen Jahren enorm weiterentwickelt und stellt mittlerweile eine gute Alternative zur externen Content-Erstellung durch Freelancer:innen oder Agenturen dar. Du bist nicht auf die Zuverlässigkeit externer Dienstleister:innen angewiesen, sparst Geld und Zeit. Mit der Digital-Marketing-Plattform von ContentPepper profitierst du von KI-gestützter Content-Erstellung. Von der Headline über Gliederungsvorschläge bis hin zum letztendlichen Text unterstützt dich die KI beispielsweise beim gesamten Erstellungsprozess eines Blogbeitrags. So sparst du dir viel Zeit und musst deinem Content am Ende nur noch deine persönliche Note verleihen. Die Funktion ist dabei in einen ganzheitlichen, DSGVO-konformen Marketing-Prozess eingebettet. Nach einer kostenlosen, 14-tätigen Testphase kostet die Digital-Marketing-Plattform ab 299 Euro pro Monat.

Das solltest du bei der Entscheidung für die externe Content-Erstellung beachten

  1. Nimm’ dir ausreichend Zeit bei der Entscheidung für die jeweilige Art der externen Content-Erstellung. Nutze dein Business-Netzwerk und bitte andere Kontakte um Empfehlungen. 

  2. Triff’ geeignete Maßnahmen zum Datenschutz. 
  3. Etabliere einen Content-Freigabe-Prozess inklusive Verantwortlichen, Deadlines und Checklisten, beispielsweise zur Einhaltung der richtigen Tonalität und der richtigen Keywords. 
  4. Vereinbare messbare Ziele, sodass du den Erfolg der Zusammenarbeit bewerten kannst. 

Fazit

Es gibt bei der Frage, ob du deinen Content lieber intern oder extern erstellen solltest, keine allgemeingültige Antwort. Denn das hängt von der Art und vom Umfang der zu erstellenden Texte, Videos und Grafiken sowie von der Größe deines Marketingteams ab. Zudem kann man nicht pauschal beurteilen, ob sich die Investition in Freelancer:innen oder Agenturen lohnt, da ihre Arbeitsweise immer unterschiedlich ist. Künstliche Intelligenz (KI) kann eine gute Alternative sein, um Zeit zu sparen und trotzdem die Content-Erstellung intern abzuwickeln. Bedenke immer, dass du ohne die passenden Inhalte auch keine (neuen) Kund:innen ansprechen oder Leads gewinnen kannst. Die Investition in hochwertige Inhalte rechnet sich also!