Der PepperBlog
close

Bist du auf der Suche nach Keywords, die die Suchintention deiner Nutzer:innen abbilden, die dir mehr und qualifizierteren Traffic bringen und für die du ein gutes Ranking erzielen kannst? Was sich anhört wie ein Griff in die Zauberkiste, hat einen Namen: Longtail-Keywords. Was sich dahinter verbirgt, welche Vorteile dein Unternehmen davon hat und wie du Longtail-Keywords identifizierst, erfährst du in unserem Beitrag.

Banner WIIFY-1

  1. Die Qualität macht den Unterschied: Longtail-Keywords vs. Shorttail-Keywords
  2. Klein aber fein: Die Vorteile von Shorttail-Keywords
  3. Google Keyword-Planner: So identifizierst du die passenden Keywords
  4. Kundensupport, Sales und Menschen: Nutze deine Quellen
  5. Keywords: Darum ist die Suchintention so wichtig

 


Die Qualität macht den Unterschied: Longtail-Keywords vs. Shorttail-Keywords

Dein Unternehmen entwickelt und vertreibt hoch spezialisierte Industriestaubsauger. Das beste Keyword für gute Google-Rankings scheint daher auf den ersten Blick „Staubsauger“ zu sein, beschreibt es doch euer Angebot. Also verfasst du einen spannenden Blogartikel oder eine ausführliche Landingpage, die darauf abzielt, ein gutes Ranking für den Begriff „Staubsauger“ zu erzielen. Aber auch nach einigen Monaten verbessert sich das Ranking deiner Seite nicht. Woran liegt das?

Bei unserem Beispiel handelt es sich um ein Shorttail-Keyword. Diese Keywords versprechen zwar eine hohe Reichweite, aber weisen auch eine hohe Konkurrenz auf und sind somit teuer. Denn für den Begriff „Staubsauger“ konkurrieren nicht nur Spezialanbieter wie dein Unternehmen, sondern auch herkömmliche Staubsauger für den Haushalt, Staubsauger-Roboter und Handstaubsauger.

Personen, die sich für diese Themen interessieren, möchtest du aber wahrscheinlich gar nicht erreichen – und somit steckst du viel Zeit und Energie in die Erstellung und Optimierung von Content, der weder gut rankt noch interessante Kund:innen hervorbringt. 

Fokussiere dich daher vor allem zu Beginn deiner SEO-Aktivitäten besser auf Longtail-Keywords – in unserem Fall zum Beispiel „Industriestaubsauger Klopffunktion“. Diese Begriffe haben oft nur ein monatliches Suchvolumen von 10-100 und wirken somit auf den ersten Blick uninteressant. In den meisten Fällen ist es jedoch einfacher, ein gutes Ranking für diese Keywords zu erzielen und du erreichst zielgenauer potenzielle Kund:innen.

Grafik: Unterschied zwischen Shorttail-Keywords und Longtail-Keywords
Unterschied zwischen Shorttail- und Longtail-Keywords

Klein aber fein: die Vorteile von Longtail-Keywords

Ahrefs hat herausgefunden, dass es sich bei über 92 Prozent der Suchanfragen um Longtail-Keywords handelt. Allein diese Statistik sollte schon Grund genug sein, auf Longtail-Keywords zu setzen. Falls dich das aber noch nicht überzeugt hat, haben wir noch weitere Vorteile zusammengefasst:

  • Du erhältst schneller für deine Seiten ein gutes Ranking, denn die Konkurrenz ist kleiner.
  • Mit Longtail Keywords kannst du dich besser an deiner Zielgruppe orientieren. Denn sie decken in der Regel konkrete Anfragen ab und sind somit spezifischer.
  • Da du deine Zielgruppe besser eingrenzen kannst, konvertieren Longtail Keywords auch besser. Denn du hast einen geringeren Streuverlust und erreichst Personen, die ein wirkliches Kaufinteresse haben. In der Regel wissen Nutzer:innen, die nach Longtail Keywords suchen, nämlich genau, was sie finden möchten.
  • Mit Longtail Keywords sparst du Geld – wenn du beispielsweise Google Ads einsetzt, musst du nur ein geringeres Budget einplanen als bei beliebten Keywords mit einem hohen Suchvolumen und einer hohen Konkurrenz.
  • Du kannst dir auch gegenüber großen Unternehmen einen Vorteil verschaffen: Denn sie lassen oft Longtail Keywords außer Acht und ebnen dir somit den Weg zu einem guten Ranking.

Du siehst also, dass es hier sprichwörtlich nicht um die Masse der User:innen geht, die auf euer Unternehmen aufmerksam werden, sondern um die höhere Wahrscheinlichkeit, diese auch zu Followern oder Käufer:innen zu machen.

Erfahre im Video, welche Vorteile Longtail-Keywords haben

Google Keyword-Planner: So identifizierst du die passenden Keywords

Um herauszufinden, welche Longtail-Keywords für euer Unternehmen relevant sind, kannst du den Google Keyword-Planner nutzen. Keine Sorge, obwohl das Google Keyword-Tool Bestandteil von Google Ads ist, ist es kostenfrei.

Longtail-Keywords-Google-Keyword-Planner
So gelangst du zum Google Keyword-Planner

  1. Logge dich mit deinem Google-Account bei Google Ads ein
  2. Klicke auf „Tools“ und anschließend unter dem Reiter „Planung“ auf „Keyword-Planer“

Du siehst nun die beiden Funktionen „Neue Keywords entdecken“ und „Suchvolumen und Prognosen abrufen“.


Wähle zwischen den Funktionen "Neue Keywords entdecken" und "Suchvolumen und Prognosen abrufen"

Unter dem Reiter „Neue Keywords entdecken“ kannst du ein beliebiges Keyword eingeben und erhältst eine Liste, durch die du erfährst, wie hoch das Suchvolumen und der Wettbewerb für verwandte Suchanfragen sind. Übrigens: Du kannst auch mehrere Keywords gleichzeitig abfragen oder eine URL untersuchen.


Ermittle das Suchvolumen und die Konkurrenz für verschiedene Keywords

Die Funktion „Suchvolumen und Prognosen abrufen“ zeigt dir hingegen eine Prognose, wie die voraussichtliche Leistung für künftige Anzeigen zu einem bestimmten Keyword ist.

Leider gibt es nicht die eine richtige Antwort, auf die Frage welches Keyword das beste ist. Wenn du eine sehr spezifische Subkategorie für dein Business in ein Keyword übersetzen kannst, kann es sein, dass du mit zwei neu gewonnen Firmenkunden hohe Umsätze generierst. Daher ist es jetzt an dir zu bewerten, wie lukrativ die einzelnen Keyword-Ideen sind. Das bedeutet: bilden sie euer Leistungs-/Lösungsversprechen gut ab oder sind sie vielleicht irreführend, da sie noch zu weit gefasst sind? Deshalb ist es sinnvoll, verschiedene Longtail-Keywords zu finden, die dann wiederum verschiedene potentielle Kund:innen (Großkunden, KMUs...) auf deine Seiten führen.

Kundensupport, Sales und Menschen: Nutze deine Quellen

Je länger du für dein Unternehmen schon tätig bist, desto mehr hat sich in der Regel dein Sprachgebrauch geändert. Du verwendest ganz natürlich Abkürzungen und Bezeichnungen, die deine potentiellen Auftraggeber:innen unter Umständen nicht kennen oder nicht verwenden, das heißt in diesem Fall nicht googlen würden. Während ihr in eurer Firma vielleicht von Marketingautomatisierung sprecht, suchen eure User:innen jedoch bei Google nach: „Content automatisch verteilen“ oder via Sprachsuche: „Wie kann ich meinen Content automatisch auf meine Kanäle verteilen?“

Befrage daher deine Kolleg:innen im Kundensupport, wie Kund:innen Fragen zu euren Produkten/Lösungen am Telefon, in Mails oder via Live-Chat auf eurer Website formulieren. Zusätzlich kannst du dir in (Fach-)Foren einen guten Überblick über den Sprachgebrauch verschaffen. Diese neuen Keyword-Ideen packst du dann wieder in den Keyword-Planner und durchläufst den oben beschriebenen Prozess erneut.

Keywords: Darum ist die Suchintention so wichtig

Wenn du erstmal die für dein Unternehmen relevanten Keywords identifiziert hast, solltest du dich noch mit der sogenannten Suchintention beschäftigen. Betrachten wir das Keyword „Industriestaubsauger Klopffunktion“ genauer. Es sagt noch nichts über die Suchintention aus, die Nutzer:innen haben. Möchte der User sich einfach einen Überblick über den Markt verschaffen, interessiert er sich für den Preis oder aber für den neusten Stand der Technik?

Du merkst: Damit deine Inhalte auch die passenden Nutzer:innen erreichen, musst du dich mit deren Absicht beschäftigen. Andernfalls hast du keine Chance, ein gutes Google-Ranking zu erzielen.

Google unterscheidet zwischen diesen Keyword-Arten:

  • Do: Diese Anfragen enden in einer Interaktion wie z.B. Kauf, Download oder Newsletter-Anmeldung.
  • Know: Nutzer:innen möchten sich informieren oder schnell etwas wissen wie zum Beispiel „Länge Suezkanal“.
  • Go: Navigation zu einer Website oder einem Ort wie zum Beispiel „Hotline Telekom“.

Um herauszufinden, um welche Suchintention es sich handelt, hilft ein Blick in die Suchergebnisse zu einem speziellen Keyword. Diese zeigen, wie Google den Suchbegriff interpretiert und geben dir einen wichtigen Hinweis auf die Suchintention. Erscheinen beispielsweise viele Anzeigen und Shopping-Ergebnisse, handelt es sich um eine Suchintention der Kategorie „Do“. Erhältst du hingegen eine Definition oder sachliche Informationen, ordnet Google dieses Keyword eher der Kategorie „Know“ ein.

 

Fazit: Keywords für Nischenthemen zu finden und zu besetzen, ist ein guter Weg, um in kurzer Zeit hoch für diese zu ranken, neue Interessent:innen auf eure Lösungen und Produkte aufmerksam zu machen und zu Käufer:innen zu machen.

Du hast Fragen, Anregungen oder Ideen zu diesem Thema?

Hinterlass' uns gerne einen Kommentar.

 

You may also like:

Content Marketing

Case Study: Definition und Vorteile

Anhand eines konkreten Beispiels zeigen, welche Probleme dein Produkt lösen kann - mehr Relevanz für deine Zielgruppe ge...

Content Marketing

E-Mail-Marketing: Diese 5 KPIs zeigen dir, ob du erfolgreich bist

Die E-Mail ist tot, es lebe der E-Mail-Newsletter – oft wurde in den vergangenen Jahren bereits das Ende der E-Mail verk...

Content Marketing

Storytelling für B2B-Unternehmen

Acht Sekunden – so lange hast du Zeit, um Nutzer:innen von dir und deinem Angebot zu überzeugen. Daher ist es wichtig, s...